Juristische Staatsakademie Moskau
„... Wir laden zum Studium an
unserer Akademie all diejenigen ein, die wünschen,
eine gute juristische Hochschulbildung zu erlangen, all diejenigen, die zu
einer mühseligen tagtäglichen Arbeit im
Bewusstsein bereit sind, dass sie als hochqualifizierte
Juristen immer gefragt und von der Gesellschaft geschätzt werden...“
O. J. Kutafin, ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften
Russlands
Die 75jährige Geschichte der
Juristischen Staatsakademie Moskau, die inzwischen zu einem allgemein
anerkannten Zentrum der juristischen
Hochschulbildung in Russland und im GUS-Raum geworden ist, beginnt im Jahre
1931, als die Zentralen Fernstudiumslehrgänge für
sowjetisches Recht eröffnet wurden. Im Jahre
1933 geschah die Umbenennung der Fernstudiumslehrgänge in die Zentrale
Fernstudiumshochschule für sowjetisches Recht,
das im Jahre 1937 in
die Juristische Allunionshochschule für Fernstudium und später
– im Jahre 1990 – in die Juristische Hochschule Moskaus umorganisiert wurde. Im
Jahre 1993 bekommt die Hochschule den Status einer Akademie und nennt sich
jetzt die Juristische Staatsakademie Moskau.
An der Akademie bereiten sich
fast 17000 Studenten darauf vor, Juristen zu werden, um dann in rechtlichen und
sozialen Bereichen zu arbeiten, wo die Nachfrage nach derlei hochqualifizierten Spezialisten immer besteht. Zu solchen
Bereichen zählen vor allem Gerichte, Staatsanwaltschaft, Einrichtungen für innere Angelegenheiten, Organe des Staatsapparats
sowie Notariat, Rechtsanwaltschaft, juristische Dienste auf verschiedenen
Gebieten der Wirtschaft usw.
Die Diplome der Akademie
(insgesamt rund 170000 Absolventen) werden in Russland und im Ausland hochgeschätzt, was der hohen wissenschaftlichen
Kompetenz des Lehrerkorps zu verdanken ist, dem bekannte Wissenschaftler –
darunter mehr als 400 Dozenten und Professoren – angehören.
Eine Besonderheit des Studiums
an der Akademie ist die enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis. Wenn die
Absolventen der Akademie noch Studenten sind, knüpfen
sie
Kontakte zu Arbeitnehmern, was
eine ideale Bedingung für die Versorgung des
Arbeitskraftmarktes mit den Absolventen von hohem Niveau der Arbeitsfähigkeit darstellt.
Vorzügliche
Bedingungen für das Studium, die moderne technische
Ausstattung sowie die Vielfalt kultureller und sozialer Programme ziehen die
Aufmerksamkeit der Abiturienten auf die Akademie. Beispielsweise beziehen
besonders erfolgreiche Studenten erhöhte Stipendien,
und zwar Namensstipendien
(Sonderstipendien), Präsidentenstipendien,
Regierungsstipendien. Die studentische wissenschaftliche Gesellschaft der Akademie beteiligt sich an der Veranstaltung
lokaler und internationaler Konferenzen, interessanter Begegnungen und
Vorträge sowohl an der Akademie als auch ausserhalb
der Alma Mater.
Als Zentrum für
die Speicherung der Informationen und für die
Versorgung mit gedruckten Publikationen dient die Bibliothek der Akademie mit
ihren mehr als 450000 Blüchertiteln und rund 200
Benennungen der Periodika. Darüber hinaus wird
die Auffüllung des Informationsbestandes der
Elektronischen Bibliothek der seltenen juristischen antiquarischen
Buchpublikationen fortgesetzt; der Zugang zu der Bibliothek ist bereits seit
2005 möglich.
Zu den Richtungen der
wissenschaftlichen Forschungstätigkeit der Akademie, die sich besonders schnell
entwickeln, gehört ihre vorlegerische Tätigkeit. 6 Mal im Jahr erscheint die
Zeitschrift «Lex Russica» , 4 Mal im Jahr die Zeitschrift „Aktuelle Probleme des Rechts Russlands“. In
diesen Zeitschriften werden wissenschaftliche Beiträge über
aktuelle Probleme der Theorie, Geschichte und Philosophie des Rechts veröffentlicht. Zu ihren Autoren zählen Pädagogen sowohl der Akademie als auch anderer juristischer
Hochschulen. Mit Unterstützung der Gesellschaft „Konsultant
Plus“ wird – im Internet – die Zeitschrift „Russisches Recht im Internet“
herausgegeben. Als Sprachrohr der Akademie dient die Publikation „Nascha gaseta“ /Unsere Zeitung/,
die über das mannigfaltige und interessante
Innenleben der Akademie erzählt.
Besonders stolz ist die Akademie
an ihrer Aspirantur und Doktorandur, wo etwa 500
Aspiranten und Doktoranden an ihren Dissertationen arbeiten. Als
Struktureinheit blickt die Aspirantur auf eine 60jährige Geschichte zurück. Im Jahre 1947 wurde an der damaligen Juristische
Allunionshochschule für
Fernstudium eine Fernstudiumsaspirantur eröffnet;
seit 1963 findet dort auch das Studium im Direktunterricht statt. Neben dem
Studium gegen Bezahlung gibt es auch die Möglichkeit
des Studiums auf Budgetbasis. Mit Recht kann man die Aspirantur und Doktorandur als eine „Schmiede“ für
die Fachkräfte von Juristen höchster
Kategorie bezeichnen.
Die Juristische Staatsakademie
Moskau pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu vielen ausländischen
wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungszentren. Gegenwärtig
sind hier Studenten aus 20 Ländern
immatrikuliert. Die Akademie ist Mitglied des Europäischen
Verbandes Juristischer Fakultäten (ELFA) und der
Internationalen Vereinigung Juristischer Bibliotheken (IALL). Im Rahmen des
Programms des Studentenaustausches mit solchen europäischen
Universitäten wie Rhein-Universität
„Friedrich-Wilhelm“ in Bonn (Deutschland), die Autonome Universität
von Barcelona (Spanien), die Lyion-3-Universität „Jean Moulin“
(Frankreich), die Universität von London und die
Universität von Wales fördert die Juristische
Staatsakademie Moskau die akademische Mobilität ihrer Studenten.
Die Juristische Staatsakademie
Moskau hat ihre Zweigstellen in den Städten Wologda, Kirow, Orenburg, Magadan und Machatschkala.
Der Unterricht findet in
russischer Sprache statt.
Die Struktur der Akademie
beinhaltet folgende Lehrstühle:
für
Agrarrecht und Umweltschutzrecht
für
Rechtsanwaltschaft und Notariat
für Verwaltungsrecht
für
Zivilrecht und Familienrecht
für Zivilprozessordnung
für
Fremdsprachen
für
Englisch Nr. 1
für
Englisch Nr. 2
für
Geschichte von Staat und Recht
für
Verfassungsrecht und Munizipalecht
für
Verfassungsrecht im Ausland
für
Kriminalistik
für
Kriminologie
für
Völkerrecht
für
internationales Privatrecht
für
Rechtsinformatik
für
Unternehmerrecht (Wirtschaftsrecht)
für
Theorie von Staat und Recht
für Arbeitsrecht
und Sozialversicherung
für Strafrecht
für
Strafprozessrecht
für
Philosophie
für
Finanzrecht und Buchführung
für
Wirtschaft
für körperliche Erziehung
für das Recht
der Europäischen Union
für
gerichtliches Gutachten